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Das Neue Wir – Togetherness

„Das neue Wir“ ist eine Utopie. Wir könnten es durchaus gebrauchen, dieses „Wir“, angesichts der diversen Krisen. Die anstehenden Veränderungen kann eine Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen. Seien es die Veränderungen im Gefolge des Klimawandels oder die Neusortierung der Welt in liberale und illiberale Gesellschaftsmodelle. Das „Neue“ an diesem Wir ist also eher die Herausforderung.

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SAP SE
Internationales Schulungszentrum
69190 Walldorf

Dietmar-Hopp-Allee 20
Building 5
Headquarters

Öffnungszeiten

26.04.2024 – 13.09.2024

Mo. – Fr. | 10:00 – 18:30 Uhr

Kontakt

Alexandra Cozgarea

Art Curator

a.cozgarea@sap.com

Es ist aber auch die Forderung, das Neue nicht mehr nur in Verlängerung des Gewohnten zu entwickeln, sondern die Gegenwart auch von der Zukunft her zu denken. Die dreizehn Künstlerinnen und Künstler geben hier neue Impulse, welche „Bilder“ wir uns davon machen können.

Das „Wir“ ist im Grunde ein Beziehungsthema. Die größte Frage derzeit ist wohl die Beziehung zu unserem Planeten. Wie lange sich Musiker schon mit dieser Frage beschäftigen, zeigt Konstantin Voit in seiner Arbeit mit Plattencovern. Daneben fragt die iranisch-deutsche Künstlerin Parastou Forouhar, wie Frauen in diesem „Wir“ gesehen werden. Eine Frage, die auch als Indikator dient, denn am Umgang mit Frauen lässt sich meist sehr schnell ablesen, wie es um eine Gesellschaft bestellt ist. Die Bewegung, in der Gruppen und Gesellschaften sich immer befinden, kommt sehr schön in zwei unterschiedlichen Videoarbeiten von Jonathan Huxley und Tine Reingaard zum Ausdruck.

Das Neue Wir – Togetherness

Was die Künstlerinnen und Künstler verbindet ist die Suche nach Bildern, denn es sind die Bilder in unseren Köpfen, die letztlich wirksam werden und zu Handlung führen. It’s „Just a Concept“ meint Mwangi Hutter dazu. In seinen sowohl digital als auch analog zusammengesetzten Bildern zur Ausstellung hinterfragt Sascha Boldt die zwischenmenschlichen Komponenten eines Miteinanders in unserer gegenwärtigen, hybriden Welt, die durch die Nutzung von Smartphones, den Möglichkeitsräumen einer permanenten, interaktiven Vernetzung, sowie dem überbordenden Konsum von Social Media und Spiele- und Datingapps, deutlich geprägt ist. Und wenn ein „neues Wir“ eine Utopie ist, dann gilt es Bilder dafür zu entwickeln, wie das aussehen könnte. In der Ausstellung werden Fährten in diese Richtung ausgelegt, nicht nur durch die Thesensammlung, die Jörg Kraus zur Weiterformulierung für das Publikum bereithält sondern auch durch den Prototyp einer Aktie für die Region Palatina. Was wäre, wenn sich all die engagierten Menschen als „Teilhaber und Mitverantwortliche“ zur Gestaltung ihrer Region in sichtbarer Weise verbinden könnten? Kann eine solche symbolische AG zum Gradmesser einer aktiven Zivilgesellschaft und damit einer entwicklungsorientierten Region werden?

Hier wird der „Laborteil“ dieser Ausstellung deutlich und man kann gespannt sein, wie diese Prototypen weiterentwickelt werden. Tatsächlich schon in der Anwendung sind die neu entwickelten Methoden der Bürgerbeteiligung, wie das Bild-Beispiel des Fachbereiches „Demokratie und Strategie“ aus Mannheim zeigt. Damit bietet die Ausstellung den Zugang zu einem Thema, das uns derzeit auf vielen Ebenen beschäftigt. Und es bietet mit dem Dreischritt von der Kunst über das Labor zur Anwendung auch eine prototypische Anschauung, wie ein künstlerisches Reallabor aussehen kann.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Manfred Binzer, Sascha Boldt, Nikolai Bolik, Stuart Cupit, Parastou Forouhar, Paul Hirsch, Mwangi Hutter, Jonathan Huxley, Jörg Kraus, Jovita Majewski, Eyal Pinkas, Tine Reingaard, Katrin Trost, Konstantin Voit, Stadt Mannheim/ Demokratie und Strategie